Charakteristik
„Sehr kühle mineralische Nase mit Noten von Zitrus- und Aprikosenfrucht. Schlank und feingliedrig, klar und direkt mit feiner Mineralität; eindringliche gelbe Frucht mit zarten Zitrusfruchtnoten, elegante Säure die dem Körper die Frische verleiht, am Gaumen verstärkte Mineralität, tolle Balance, gute Nachhaltigkeit.“
Der Beschreibung von Andreas und Bernd Spreitzer würde ich nur noch hinzufügen, dass der Wein spontan vergoren wurde, was zu einer tollen Würzigkeit führt, die jedoch in keinster Weise die blitzblanke, säurefrische Riesling-Frucht überdeckt. Ein ganz starker Wein:
In der Nase reifer Pfirsich, Zitrusschale, erdig-süßlich, etwas getrocknete Gartenkräuter mit einem Touch weißer Schokolade. Der Teilspontanvergorene Doosberg Kabinett trocken von Spreitzer zeigt, was für einen langen Atem er hat. Nach einem Jahr Flaschenreife blüht er erst so richtig auf, dort wo andere für den schnellen Genuss gestylte Weine schon heftig auseinanderfallen. Jetzt mehr denn je ein Genuss!
Als weiteren Wein würde ich den „Quarzit“ von Weingut Peter Jakob Kühn empfehlen zu probieren. Ebenfalls ein „Sponti“ mit mindestens ebenso großem Maß an Mineralität. Oder Sie checken mal den Lenchen Kabinett trocken von Spreitzer aus – das Reinzuchthefe Pendant, das diesem Wein hier qualitativ in nichts nach steht. Durch die „Nivellierung“ des Weines mit Reinzuchthefe kommt dann noch mal mehr die köstliche Riesling-Frucht heraus.